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Erfolgreiche Bundeswandertage 2015

NaturFreunde Deutschlands / Bundeswandertag 2015 / 30. Mai - 6. Juni 15
Grafik: © NaturFreunde-Archiv

Bundeswandertage 2015 im Naturpark Märkische Schweiz am 30. Mai - 6. Juni 2015

Woran misst ein Ausrichter der NaturFreunde-Bundeswandertage den Erfolg? An der Teilnehmerzahl?
63 Wanderbegeisterte aus 14 Bundesländern waren dem Ruf in die Märkische Schweiz gefolgt.
16 Tagesgäste nahmen teil. Mit Ehrengästen, Wanderleiter*innen, Referent*innen und Fachbegleiter*innen wurden durch die Wandertage in der Zeit vom 30.05. bis 06.06. rund 120 Personen durchs Wanderrevier bewegt. Nicht schlecht.
Sollte die Umsetzung des angebotenen Programms ein Indiz sein, so kann festgestellt werden:
Erfolgreich. Alle geplanten Wanderungen mit Streckenlängen zwischen 8 und 28 km fanden mit guter Beteiligung statt. Dank an dieser Stelle dem kleinen Streckenfindungsteam Peter Churfürst und Peter Wolfgramm.
Auf der Basis langjähriger Erfahrungen als Teilnehmer an Bundeswandertagen haben beide ein ausgewogenes Wanderprogramm entwickelt. Den Bedürfnissen angepasste Streckenlängen, abwechslungsreiche Landschaftsbilder, interessante Etappenziele erwarteten die Gäste. Dass Peter und Peter in der Umsetzungsphase auch noch die meisten Einsätze als Wanderleiter absolvierten, verdient weitere Anerkennung.
Die zwei Tagesexkursionen gingen über das Wanderrevier hinaus. Der Besuch des alten und des daneben im Aufbau befindlichen neuen und größeren Schiffshebewerkes Niederfinow regte zum Staunen an und ließ die Frage nach dem Nutzen aufkommen. Nach dem Besuch des nach den Prinzipien der Demeter-Vereinigung arbeitenden Landwirtschaftsbetriebes im Öko-Dorf Brodowin gab es durchaus auch nachdenkliche Gesichter.
Den Kurzstopp am ehemaligen Kloster Chorin, heute u. a. Veranstaltungsort für klassische Konzerte, hätte für die historisch Interessierten länger ausfallen können. Die Exkursion zu den „Gärten der Welt“ in Berlin verzückte die iebhaber*innen von Blumen und internationaler Gartenkunst.



Vom Rahmenprogramm musste nur ein Vortrag wegen zu geringer Teilnehmerzahl ausfallen.
Die anderen vier Abendveranstaltungen hatten mit rund 20 bis 35 Besucher*innen einen guten, nicht erwarteten Zuspruch. Anklang und Beifall fand auch die in der Eröffnungsveranstaltung und zu drei Wanderungen auftretende Märchenerzählerin. Dank dafür an sie.
Ein nicht zu unterschätzender Aspekt bei der erfolgreichen Umsetzung von Ideen und Programmen sind Kooperationspartner. Dank der guten Kontakte und Vorleistungen unserer Vor-Ort-NaturFreunde gestaltete sich die Zusammenarbeit mit der Tourist-Info des Amtes Märkische Schweiz, der Naturparkverwaltung, der Naturwacht, dem Kneipp- und Heimatverein, dem Umweltzentrum Drei Eichen, der AG Oberbarnimer Feldsteinroute sowie dem NABU Regionalverband positiv. Mitarbeiter*innen und ehrenamtlich Tätige dieser Institutionen unterstützten die Aktivitäten als Fachbegleiter und Referenten außerordentlich.
In der heutigen Zeit kann man auch von erfolgreich sprechen, wenn die Medien oder Politiker von Aktivitäten Notiz nehmen und davon berichten. Ankündigung der Bundeswandertage in regionalen Ausgaben von Printmedien, ausführliche Artikel in der Märkischen Oderzeitung und Berliner Zeitung sowie zwei Interviews im führenden brandenburgischen Rundfunksender Antenne Brandenburg konnten auf der Habenseite verbucht werden.
Ein kleines Sahnehäubchen in dieser Sache war der Besuch des Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag, Dr. Anton Hofreiter. Sein Besuch im Wanderrevier hatte das Ziel, sich bei einer Wanderung auf dem Natura-Trail über die Probleme, die mit der Umsetzung des NATURA 2000 Programms im Zusammenhang stehen, informieren zu lassen. Ihre Forderung nach Erhalt des Schutzgebietsnetzwerks und einer Naturschutzoffensive brachten die Teilnehmer*innen der Bundeswandertage gemeinsam mit NaturFreund Hofreiter in der vom unserem Landesverband initiierten „Buckower Erklärung“ zum Ausdruck.

Zwei weitere Ansatzpunkte: Nach fünf Tagen fragte einer der gastgebenden Hoteliers nach, ob die NaturFreunde nicht jedes Jahr solch eine Woche durchführen könnten. In ähnlicher Weise äußerte sich die Chefin der Buckower Tourist-Info. Sie hatte vor dem Start zu den letzten Wanderungen den Wunsch geäußert, eine Wanderwoche im Naturpark Märkische Schweiz zur Tradition werden zu lassen.
Was könnte man noch als Belege für „erfolgreich“ heranziehen? Vielleicht das:
Zur Eröffnungsveranstaltung blickten die Organisatoren in erwartungsvolle Gesichter der Gäste. Zur Abschlussveranstaltung in zufriedene.
Organisatorenherz, was willst du mehr?

Abschließend sei festgestellt, dass an dieser Stelle nur über erfolgreiche Bundeswandertage berichtet werden kann, weil unsere Regionalgruppe Strausberg/Märkische Schweiz e. V. sich bereit erklärt hatte, als gastgebende Gruppe zu fungieren. Ein herzliches Danke den bei den Wanderungen als Vor- und Nachhut agierenden NaturFreund*innen Rosemarie Loan, Renate Wolfgramm, Marianne Müller, Dorit Weingarten, Manfred Wulf, Otto Rudeck und Dieter Stastny.
Dank geht auch an Inge Pupke (Singe-Abend) und Rainer Kranz (Wanderleiter) von der Regionalgruppe Fürstenwalde sowie an NaturFreund Knut-Hagen Brummack (Wanderleiter), die solidarisch Hilfe leisteten.

Nicht zu vergessen: sowohl die Vorbereitungs als auch die Durchführungsphase der Bundeswandertage wurde durch das Landesumweltministerium mit Mitteln aus der Konzessionsabgabe Lotto gefördert.


In diesem Sinne Berg und Weg frei
Burkhard Teichert, Fachreferent Wandern

 

 

 

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