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16.07.2019
Kategorie: Pressemitteilungen
Von: Rüdiger Herzog

Michendorfer Initiative für Wald gegründet: MIT-Wald


© Rüdiger Herzog

Am vergangenen Donnerstag, d. 11. Juli, gründete sich die "Michendorfer Initiative Telekomwald", kurz "MIT-Wald". Anwohner, Kommunalpolitiker und Naturschützer haben sich zusammengefunden, um das so genannte TelekomGelände vor einer zusätzlichen Bebauung im Wald westlich von Michendorf zu schützen und frei werdende Flächen in diesem Areal für neuen Wald zu sichern. Aus Sicht der Initiative benötigt die Gemeinde Michendorf ein stimmiges Konzept zur Gewerbeentwicklung, dass unter anderem die vorhandenen , brach liegenden Gewerbeflächen aktiviert und wertvolle Flächen wie Wald verschont. Darüber hinaus benötigt Michendorf ein Konzept für Ausgleichsmaßnahmen im Naturschutz. Ein Schwerpunkt dieses Konzeptes kann die Wiederbewaldung der ungenutzten Telekom-Flächen sein. Eine Gewerbe – oder Wohnbebauung würde hingegen eine unangemessene und teure Straßenanbindung erfordern. Sie würde den Wald und das Landschaftsschutzgebiet ohne Not durchlöchern und zerschneiden. Die neu gegründete Initiative setzt sich für einen abwechslungsreichen Wald für alle ein: Naherholung, Umweltbildung und Waldschutz aus einem Guss.

Schon jetzt erfährt die Initiative einen breit getragenen Rückenwind. Ein Aufsatz, der sich für eine Wiederbewaldung des Telekomgeländes einsetzt, wurde von Michendorfer Angehörigen vieler Fraktionen bzw. politischer Listen sowie dem Unternehmernetzwerk und den NaturFreunden unterzeichnet. Sie fordern einen gesunden Naherholungswald für alle und lehnen ein kostspieliges, zermürbendes Planungsverfahren für ein angedachtes Wohn- oder Gewerbegebiet ab. Die neue Bebauung würde einen Bebauungsplan sowie eine Änderung des Flächennutzungsplans erfordern. Die Forstbehörde wie auch die Naturschutzbehörde müssten zustimmen. Eine Straßenanbindung ist weder über die Flottsteller noch quer durch den Wald denkbar. Die Gemeindevertreter sollten sich daher erst gar nicht auf solch ein Planungsmarathon mit ungewissem Ausgang einlassen.

 

© Privat

 

NaturFreund Rüdiger Herzog: „Das vom Investor avisierte Baugebiet liegt im Landschaftsschutzgebiet. Die Initiative fordert Wald, in dem man frische Luft schnappen, Ruhe finden, mit Kindern Abenteuer suchen oder den Hund toben lassen kann“. Unser Ziel ist es, dass die Betonplatten in dem Gebiet entfernt werden und an ihrer Stelle wieder Bäume angepflanzt werden“.Wir können uns auch vorstellen, dort in Zukunft eine Naturschutzstation aufzubauen oder waldpädagogische Projekte für Kinder anzubieten. Es stehen nach wie vor Ausgleichmaßnahmen für den Autobahnausbau in Michendorf an, wofür die Verbreiterung von sechs auf acht Spuren Bäume gefällt wurden. Der Investor hat also sogar die Möglichkeit, mit Geld vom Bund ökologischen Waldumbau zu betreiben.“

 

Hier geht es zum Artikel in der PNN vom 22.07.2019