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22.07.2014
Kategorie: Pressemitteilungen

Goldabbau auf der griechischen Halbinsel Halkidiki


 

Nordgriechenland. In dieser Region voller natürlicher Schönheit, voller historischer Spuren wird ein verzweifelter Kampf geführt, während das Land die größten Plünderungen seiner Geschichte erlebt. Dank der Beihilfe von Politikern mit zweifelhafter Moral hat sich hier das kanadische Unternehmen „Eldorado Gold Corporation“ niedergelassen, um aus Griechenland bis 2016 das europäische Goldexportland Nummer Eins zu machen.

Durch Ausnutzung eines beschleunigten Verfahrens ohne öffentliche Ausschreibung, „fast-track“ genannt, hat die griechische Regierung die Minen vom Stratonikosberg in der Region Halkidiki für 11 Millionen Euro verkauft. Die erwartete Rendite der dort vorhandenen Goldvorkommen wird auf 15 bis 20 Milliarden Euro geschätzt! Auf die gleiche Weise wurden tausende Hektar Land, Dörfer, Infrastruktur und Ausrüstung und die Goldabbaugenehmigungen an Eldorado verkauft.

 

 

Die NaturFreunde Griechenlands (NFGR) zeigen großes Interesse und beteiligen sich mit all ihren Mitteln gegen die Plünderung der Natur und für die biologische Vielfalt, Landschaft, Geschichte und die Kultur. Der Goldbergbau ist nicht auf Halkidiki beschränkt. Es gibt Pläne für weiteren Goldabbau in anderen Teilen Nord-Griechenlands. In diesen Bereichen gibt es Reaktionen aus lokalen Gemeinschaften gegen den Goldbergbau.
Die NFGR haben eine klare Position aus dem Jahr 2011 im Fall von Halkidiki. Es gibt erhebliche Probleme, sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich, sowie die Zerstörung der Urwälder und dem Schaden der lokalen Wirtschaft. Und diese Schäden werden von der griechischen Regierung akzeptiert.

 

 

 

 

Eine dreitägige Aktion gegen den Goldminenabbau in Thessaloniki im September 2012 sowie eine große Demonstration «STOP THE PLUNDER OF NATUR» im Dezember 2012 in Athen mit engagierter Unterstützung unserer griechischen NaturFreunde machten den massiven Widerstand der betroffenen Bevölkerung landesweit sichtbar.

Als Mitbegründer des "Solidaritätskomitees" in Chalkidiki nutzen die NFGR die Presse, soziale Netzwerke und E-Mails an Freunde und KollegInnen um über wichtige Ereignisse und Aktionen in Chalkidiki fortlaufend zu berichten.

Die Aktivitäten zum Schutz von Haldiki tragen Symbolcharakter. Denn Haldiki soll nur der Anfang sein. Es gibt Pläne für weiteren Goldabbau in anderen Teilen Nord-Griechenlands.

Die NaturFreunde Brandenburg stehen in engem Kontakt mit den griechischen NaturFreunden und rufen erneut zu Spenden für unsere griechischen MitstreiterInnen auf.

Ansprechpartnerin: Jeanette Rassmann

E-Mail jejeulf@freenet.de