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15.05.2013
Kategorie: Pressemitteilungen

Ausbau der A 100 ist verkehrspolitischer Irrsinn


Autobahn

Foto: dpa

Zum Spatenstich für die geplante Stadtautobahn A 100 erklärt der
stellvertretende Vorsitzende der NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch:

Ausbau der A 100 ist verkehrspolitischer Irrsinn

NaturFreunde fordern Ende der Verkehrspolitik der 50er Jahre

 Berlin, 07. Mai 2013 -– Die Berliner Politik scheint mit ihren
Bauplanungen alle Negativrekorde überbieten zu wollen: Eine
Flughafenplanung an den umweltpolitischen und verkehrspolitischen
Realitäten vorbei, die Bebauung des Tempelhofer Feldes gegen den
Mehrheitswillen der Berliner Bevölkerung, das Ignorieren eines
gewonnen Volksentscheids bei Mediaspree mit einer Zerstörung einer
einzigartigen kulturellen Infrastruktur und nun die teuerste und
unsinnigste Autobahn Deutschlands.

Die geplante Verlängerung der A 100 ist verkehrspolitischer Irrsinn
und eine riesige Verschwendung von Steuermitteln.
Bundesverkehrsminister Ramsauer und der Regierende Bürgermeister von
Berlin Wowereit setzten sich hier ein Denkmal für eine
verkehrspolitische Fehlplanung. Die A 100 wird Berlin
verkehrspolitisch nicht entlasten, sondern zu weiteren Staus und
Verschmutzung in der Innenstadt beitragen. Verkehrspolitisch ist sie
unnötig und umweltpolitisch unverantwortlich.

    Die NaturFreunde fordern den Berliner Senat auf, diesen Irrsinn zu
stoppen und mit dem Bundesverkehrsministerium zu verhandeln, die 500
Millionen für die Autobahn in den Neubau von Straßenbahnstrecken zu
investieren. Wichtige verkehrspolitische Projekte für Berlin wären
zum Beispiel:

  • Die Verlängerung der Straßenbahn von der Warschauer Straße bis zum Hermannplatz.
  • Der Neubau einer Straßenbahnlinie vom Alexanderplatz über den Potsdamer Platz bis zum Rathaus Steglitz.
  • Den Weiterbau der Straßenbahn vom Hauptbahnhof nach Moabit.
  • Den Anschluss des Märkischen Viertels an die Straßenbahn mit einer Verlängerung bis nach Frohnau.


Die jetzige Verkehrspolitik des Berliner Senats ist gescheitert. Der Senat verfolgt in Berlin eine verfehlte Verkehrspolitik der 50er Jahre. Noch immer wird die autogerechte Stadt geplant und einer nachhaltigen Verkehrspolitik vorgezogen. Mit diesem Steinzeitplanungen verbaut der Senat eine zukunftsfähige Verkehrspolitik für Berlin.