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15.10.2020
Kategorie: Info

125. Geburtstag der Naturfreunde und Tag der Regionen auf dem Hopfenhof Ferchels


Am 26. September 2020 wurde im NaturFreundehaus Ferchels, Hopfen Hof das Jubiläum 125 Jahre NaturFreunde Internationale, 30 Jahre Landesverband Brandenburg und der Tag der Regionen gefeiert. Trotz starken Regenwetters konnten alle Programmpunkte stattfinden. Eine lebhafte Diskussion wurde in die örtliche Dorfkirche verlegt. Dabei mussten Lokalpolitiker den Bürgern Rede und Antwort stehen. Anwesend waren der neue Landrat, Patrick Puhlmann und die Landesabgeordneten Wulf Gallert (Linke) und Dorothea Frederking (Bündnis 90/Grüne).

Wichtige Themen, wie das Biosphärenreservat „Mittelelbe“, klimabewusstes Handeln und die Garten-Akademie wurden dabei angesprochen. Die Diskussion wurde rege geführt und zeigte, dass solche Dialoge wichtig sind und öfters stattfinden müssen.

Mit dem Fahrrad angereiste Naturfreunde aus Potsdam, führten Baumbestimmungen mit den Kindern durch. Der raffinierte Schlüssel zur Baumbestimmung kam auch bei den Erwachsenen sehr gut an.

Vertreter der Bürgerinitiative Klima- und Umweltschutz informierten, unter einem improvisierten Regendach, über die Wasserstofftechnologie. Regionale Produkte, wie Kräuter, Honig, Tees und selbstgemachter Schmuck wurden vorgestellt. Jeder Stand regte zu interessanten Gesprächen an.

Die Schwestern vom Hospiz in Stendal sorgten für Kaffee und Kuchen gegen eine Spende. Ein Holzbildhauer aus Jüterbog verleite seiner Kunst Ausdruck, indem er eine wunderschöne Nachtigall schnitze. Am Spätnachmittag gab es sogar noch Tango Tanz für die Musikliebhaber.

Das Highlight des Abends war ein Vortrag von Professor Dr. Stephan Mertens von der Uni Magdeburg zur Lichtverschmutzung und dem nahen Sternenpark Westhavelland. Der Vortrag gab interessante Einblicke, wie wichtig das „Dunkel der Nacht“ für den Mensch und die Insekten ist. Die Lichtverschmutzung nimmt auf der Welt ständig zu und trägt seinen Teil für das Insektensterben bei. Nur in dunklen Regionen, wie z.B. im Sternenpark Westhavelland können die Himmelskörper weitgehend ungestört beobachtet werden.

Leider blieb den Besuchern an diesem Abend der erhabene Sternenhimmel weitgehend verwehrt. Der Regen wollte einfach nicht aufhören an diesem Tag. Aber die Stimmung, des „jetzt erst recht“ zog durch den Hof und steckte viele an. Und das haben wir Hella Ueberschaer zu verdanken, die dieses Fest möglich machte und den vielen Freunden und Sympathisanten, die mit Sach- und Geldspenden, sowie tatkräftiger Unterstützung für einen (den Umständen entsprechenden) Ablauf sorgten.