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05.05.2014
Kategorie: Info

Sternwanderung nach Pöhlitzbrück


Rast

Eine Wanderung nach Pöhlitzbrück im Finowtal war für die Biesenthaler Bürger schon immer ein besonderes Erlebnis. Hier findet man eine einmalige und vielfältige Fauna und Flora, seit 2006 als Naturschutzgebiet geschützt. Bei den NaturFreunden der Ortsgruppe Biesenthal-Hellmühle steht die Sternwanderung ins Finowtal seit einigen Jahren auf dem jährlichen Wanderplan.

Am 15. März 2014 trafen sich auf dem Marktplatz in Biesenthal ca. 30 Wanderer, die von der NaturFreundin Gerda Schmidt geführt wurden. Es ging den Wehrmühlenweg hinunter, vorbei am Schlossberg mit seinem über 100 Jahre alten Turm.

Den Reiherberg, einen mittelalterlichen Burgwall, sahen wir von Ferne. Wir überquerten das Finowfließ, regional auch „Finow oder Fine“ genannt, das im Regesesee entspringt. Es entwässert das Biesenthaler Becken und mündet bei Finowfurt in den Finowkanal. Bereits vor 4000 Jahren lebten in dieser Region Menschen, die sich anfangs von Jagd und Fischfang ernährten. Später entstanden an den größeren Fließen Wassermühlen als Getreidemühlen.

Die „Fine“ wurde mehrfach begradigt, damit die Moorflächen des Finowtals als Wiesen und Weiden genutzt werden konnten. Für uns sind die Moore heute wichtige Klimaanlagen. Deshalb wurde ein Teil der Begradigungen zurückgebaut. Intakte Moore beeinflussen das regionale Klima, weil sie eine hohe Verdunstung haben, sie speichern Nährstoffe, Kohlendioxid und Wasser. In der „Fine“ leben zahlreiche Fischarten, darunter Flussbarsch, Hecht, Aal und Bachforelle, der 3-stachlige Stichling sowie verschiedene Kleinfischarten. 2012 wurde das Fließ an der Wehrmühle durch eine Fischtreppe durchgängig gemacht, um den Lebensraum der Fische zu erweitern.

Am Wehrmühlenweg waren niedrige Folienzäune aufgestellt, um wandernde Amphibien in Gefäßen zu sammeln, zu bestimmen und sicher zum Laichplatz zu bringen. Wir hatten das Glück, Mitglieder der Naturwacht beim Einsammeln der Moorfrösche beizuwohnen.

Unser Wanderweg führte vorbei an der Wehrmühle und am Rande der Spillwiesen entlang nach Pöhlitzbrück. Dabei kamen wir an dem fast verlandeten Schwarzen See vorbei. Hier soll die Pöhlitzmühle gestanden haben, der die Brücke ihren Namen verdankt. Der Rastplatz an der Brücke wurde von den NaturFreunden mit einer Sitzgruppe gestaltet. Eine Tafel erläutert den vorbei kommenden Wanderern die Naturschönheiten der Umgebung. Als wir am Ziel ankamen, war alles für die Beköstigung der müden Wanderer vorbereitet. An einem Info-Stand wurde über die NaturFreunde-Arbeit berichtet, die Kinder erhielten Anleitung für die Zubereitung einer gesunden Ernährung.

Trotz des windigen Wetters waren etwa 100 Wanderer der Einladung der NaturFreunde gefolgt. Bei allen Veranstaltungsteilnehmern möchte ich mich im Namen des Vereins für die Spende von insgesamt 66,91 €, sowie bei den Vereinsmitgliedern, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben, herzlich bedanken.

Viele Grüße und Berg frei von Ingrid Klose, Ortsgruppe Biesenthal-Hellmühle